Einstellungsgrößen beschreiben, wie viel vom Motiv im Bildausschnitt zu sehen ist – vom weiten Panorama bis zur Nahaufnahme eines Auges. Sie sind das Grundvokabular jeder Filmsprache: Erfahre, welche Größen es gibt und wie sie im Storyboard geplant werden.

Welche Einstellungsgrößen gibt es?

  1. Weite/Panorama: Landschaft dominiert, Menschen sind winzig – etabliert Ort und Stimmung.
  2. Totale: Das Motiv komplett im Raum – Orientierung für den Zuschauer.
  3. Halbtotale: Person von Kopf bis Fuß – Körpersprache wird lesbar.
  4. Amerikanische: Ab Mitte Oberschenkel – aus dem Western übernommen (der Colt musste ins Bild).
  5. Halbnah: Ab der Hüfte – klassisch für Dialoge.
  6. Nah: Kopf und Schultern – das Interview-Format.
  7. Groß: Nur das Gesicht – Emotion pur.
  8. Detail: Auge, Hand, Produktoberfläche – maximale Verdichtung.

Warum Einstellungsgrößen im Unternehmensfilm zählen

Ein guter Film wechselt die Größen bewusst: Die Totale zeigt die Produktionshalle, die Nahe den Menschen, das Detail die Präzision. Dieser Rhythmus hält Zuschauer im Bild – und entsteht nicht im Schnitt, sondern in der Drehplanung. Deshalb legen wir Einstellungsgrößen schon im Treatment fest.