Einstellungsgrößen beschreiben, wie viel vom Motiv im Bildausschnitt zu sehen ist – vom weiten Panorama bis zur Nahaufnahme eines Auges. Sie sind das Grundvokabular jeder Filmsprache: Erfahre, welche Größen es gibt und wie sie im Storyboard geplant werden.
Welche Einstellungsgrößen gibt es?
- Weite/Panorama: Landschaft dominiert, Menschen sind winzig – etabliert Ort und Stimmung.
- Totale: Das Motiv komplett im Raum – Orientierung für den Zuschauer.
- Halbtotale: Person von Kopf bis Fuß – Körpersprache wird lesbar.
- Amerikanische: Ab Mitte Oberschenkel – aus dem Western übernommen (der Colt musste ins Bild).
- Halbnah: Ab der Hüfte – klassisch für Dialoge.
- Nah: Kopf und Schultern – das Interview-Format.
- Groß: Nur das Gesicht – Emotion pur.
- Detail: Auge, Hand, Produktoberfläche – maximale Verdichtung.
Warum Einstellungsgrößen im Unternehmensfilm zählen
Ein guter Film wechselt die Größen bewusst: Die Totale zeigt die Produktionshalle, die Nahe den Menschen, das Detail die Präzision. Dieser Rhythmus hält Zuschauer im Bild – und entsteht nicht im Schnitt, sondern in der Drehplanung. Deshalb legen wir Einstellungsgrößen schon im Treatment fest.