Die Kameraperspektive ist der Blickwinkel, aus dem gefilmt wird – und sie erzählt mit: Dieselbe Person wirkt von unten mächtig, von oben verloren, auf Augenhöhe nahbar. Erfahre, welche Perspektiven es gibt und wie sie gezielt eingesetzt werden.
Die wichtigsten Kameraperspektiven
- Augenhöhe (Normalsicht): Neutral und nahbar – Standard für Interviews und Unternehmensfilme.
- Froschperspektive (Untersicht): Von unten gefilmt wirken Personen, Gebäude und Maschinen groß und kraftvoll.
- Vogelperspektive (Aufsicht): Von oben – verschafft Überblick oder lässt Motive klein wirken; die Extremform liefern Drohnenaufnahmen.
- Over-Shoulder: Über die Schulter einer Person – zieht den Zuschauer ins Gespräch.
- POV (Point of View): Die Kamera wird zum Auge einer Person – stark für Produkt-Demos und Employer Branding.
Perspektive ist eine Aussage
Im Werbefilm ist keine Perspektive Zufall: Das Produkt leicht von unten (wertig), die Chefin auf Augenhöhe (authentisch), das Werksgelände von oben (Dimension). Wer Perspektiven mischt, ohne zu wissen warum, erzählt versehentlich die falsche Geschichte.