Filmproduktion: So läuft ein Projekt ab – die 6 Phasen von der Idee bis zum fertigen Film

Sie planen Ihr erstes Videoprojekt und fragen sich, was da eigentlich auf Sie zukommt? Verständlich: Für die meisten Unternehmen ist eine Filmproduktion kein Alltagsgeschäft. Die gute Nachricht: Der Ablauf ist planbarer, als viele denken. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die sechs Phasen, die jedes professionelle Videoprojekt durchläuft – vom ersten Gespräch bis zum fertigen Film. So wissen Sie vorab, was Sie erwartet, wie viel Zeit Sie einplanen sollten und an welchen Stellen Ihre Mitarbeit gefragt ist.

Der Prozess, den wir hier beschreiben, ist derselbe, mit dem wir bei unseren Filmproduktionen in Nürnberg und bundesweit arbeiten – erprobt in weit über hundert Projekten für Industrie, IT und Mittelstand.

Phase 1: Das Erstgespräch – Ziele vor Technik

Am Anfang steht keine Kamera, sondern eine Frage: Was soll der Film für Ihr Unternehmen leisten? Mehr Anfragen über die Website, Bewerbungen im Recruiting, Vertrauen im Vertrieb? Im kostenfreien Erstgespräch klären wir Ziel, Zielgruppe und Budget-Rahmen. Seriöse Anbieter reden hier zuerst über Ihre wirtschaftlichen Ziele – nicht über Drohnen und Objektive. Aus dem Gespräch entsteht ein konkreter Vorschlag: Format, Umfang, Zeitplan und ein verbindlicher Preis.

Phase 2: Konzeption und Storyboard – der Bauplan des Films

Jetzt entsteht die Idee, die den Film trägt. Welche Geschichte erzählen wir? Wer kommt vor die Kamera? Welche Kernbotschaft soll hängen bleiben? Das Ergebnis dieser Phase sind ein Konzept und ein Storyboard beziehungsweise Moodboard – der visuelle Bauplan, den Sie vor dem Dreh freigeben. Gutes Storytelling entscheidet hier über die Wirkung: Menschen merken sich Geschichten um ein Vielfaches besser als Fakten. Je klarer das Konzept, desto reibungsloser laufen alle folgenden Phasen.

Phase 3: Drehplanung – Logistik, Technik, Team

Die unsichtbare Phase, die über den Drehtag entscheidet: Locations besichtigen, Drehgenehmigungen einholen, Technik und Spezialisten-Team zusammenstellen, Interviewpartner briefen, Ablaufplan auf die Stunde takten. Für Sie heißt das vor allem: interne Termine koordinieren – wer ist wann verfügbar, welche Bereiche dürfen gezeigt werden? Eine gute Produktionsfirma nimmt Ihnen hier fast alles ab und liefert Ihnen einen klaren Drehplan, mit dem alle Beteiligten wissen, was wann passiert.

Phase 4: Der Dreh – meist nur ein bis zwei Tage

Der Teil, den sich alle am aufwendigsten vorstellen, ist oft der kürzeste: Die meisten Unternehmensfilme sind in ein bis zwei Drehtagen im Kasten – bei Ihnen vor Ort, im Studio oder an beiden. Ein eingespieltes Team arbeitet den Drehplan ab, ohne Ihren Betrieb lahmzulegen. Unser Tipp aus der Praxis: Planen Sie für Mitarbeitende vor der Kamera großzügige Zeitfenster ein. Authentische Aussagen entstehen, wenn niemand zwischen zwei Terminen gehetzt ist.

Phase 5: Postproduktion – hier entsteht der eigentliche Film

Schnitt, Musik, Color Grading, Sounddesign, Motion Design: In der Postproduktion wird aus Rohmaterial ein Markenfilm. Diese Phase dauert je nach Umfang ein bis drei Wochen – und enthält üblicherweise zwei Korrekturschleifen, in denen Sie Feedback geben. Ein professioneller Anbieter zeigt Ihnen einen ersten Schnitt (Rough Cut), arbeitet Ihr Feedback ein und liefert dann die Feinfassung mit Farbkorrektur und finalem Ton.

Phase 6: Ausspielung – ein Dreh, viele Formate

Der fertige Film ist nicht das Ende, sondern der Anfang: Aus einem Drehtag entstehen bei uns standardmäßig die Langversion für Website und Messe, vertikale Cut-downs für Social Media und kurze Teaser für Anzeigen. Dazu gehört die technische Auslieferung in allen benötigten Formaten – plattformgerecht für YouTube, LinkedIn, Instagram und Ihre Website. Wer das von Anfang an mitdenkt, holt aus einem Budget ein Vielfaches an Content heraus.

Wie lange dauert eine Filmproduktion insgesamt?

Von der Erstberatung bis zur Auslieferung sollten Sie je nach Umfang mit drei bis acht Wochen rechnen. Den größten Anteil haben Konzeption und Drehplanung – der Dreh selbst dauert meist nur ein bis zwei Tage, die Postproduktion ein bis drei Wochen. Eilige Projekte lassen sich mit klaren Freigaben auch schneller umsetzen; der Engpass ist fast immer die Abstimmung, nicht die Produktion.

Was kostet eine professionelle Filmproduktion?

Professionelle Unternehmensfilme starten bei uns ab 4.000 Euro – nach oben offen, je nach Konzept, Drehtagen und Umfang der Postproduktion. Welche fünf Faktoren den Preis wirklich treiben und woran Sie Dumping-Angebote erkennen, haben wir in einem eigenen Ratgeber aufgeschlüsselt: Was kostet ein Imagefilm?

Welche Rolle spielt mein Team im Ablauf?

Weniger, als viele befürchten: Sie brauchen intern vor allem eine Person, die Entscheidungen bündelt und Freigaben gibt. Dazu kommen die Kolleginnen und Kollegen, die vor die Kamera gehen – mit überschaubarem Zeitaufwand am Drehtag. Alles andere, von der Genehmigung bis zum Formatexport, ist Aufgabe der Produktionsfirma.

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